Wir wissen alle, dass Selbstfürsorge wichtig ist – doch im hektischen Alltag bleibt sie oft auf der Strecke. Zu tief sitzt der Automatismus zu funktionieren. E-Mails, Meetings, Deadlines, Teamanliegen – und schon sind die eigenen Bedürfnisse ganz weit weg. Und dies, obwohl wir ganz genau wissen, dass wir zwischendrin innehalten sollen.
Dabei sind es gerade die kleinen, bewussten Momente, die unsere Präsenz, Klarheit und Kraft im Job aufrechterhalten. Selbstfürsorge muss nicht kompliziert sein, sie darf nur gelebt werden. Glaubt mir, ist weiß ganz gut, wovon ich spreche. Ich war als Mutter von zwei Kindern mitten im Projektleben und zusätzlich noch als Coach auch nicht gerade Weltmeisterin im Innehalten und Durchatmen.
Selbstfürsorge beginnt im Alltag – nicht erst im Urlaub
Du musst nicht jeden Tag eine Stunde für dich blocken oder in einem Spa abschalten. Es ist die Art und Weise, wie du denkst, die dich entspannt und souverän durch den Alltag schreiten lässt oder eben sehr viel Druck und Hetze aufbaut.
Diese leise und manchmal auch sehr laute innere Stimme, die Druck und Stress aufbaut, kann so fies sein. Sie wirkt latent im Hintergrund und wir nehmen sie nur wahr, wenn wir bewusst innehalte. Ich nenne sie den „inneren Druckmacher“. Diesen inneren Druckmacher haben wir alle. Wir alle setzen uns oft genug im Alltag unter selbstgemachten Stress.
Halte einmal inne. Nimm diese innere Stimme bewusst wahr und hinterfrage sie.
Zoom einmal raus und frage dich, ob du das willst. Möchtest du durch dein Leben und einen Berufsalltag durchhetzen? Oder möchtest du bewusst die Dinge tun in Präsenz und vielleicht auch in Genuss? Warum eigentlich nicht? Wer sagt, dass Erfolg unbedingt mit Druck, Stress und Hetze verbunden sein muss? Und vor allem, was bringt uns der Erfolg, wenn wir dabei selbst auf der Strecke bleiben und irgendwann vielleicht sogar die Freude an unserem Job verlieren?
Du wirst lachen. Ich habe mir folgendes angewöhnt:
Wenn ich mich dabei erwische, dass ich mich beeile, mache ich bewusst langsam.
Kleine Rituale mit großer Wirkung
Hier ein paar Ideen, die du sofort ausprobieren kannst:
- Morgendliche Klarheit: Nimm dir 5 Minuten, um bewusst zu atmen und deine Prioritäten für den Tag zu setzen. So startest du fokussiert und gelassen.
- Mini-Pausen: Steh jede Stunde einmal auf, streck dich, atme tief ein paar Mal durch – mehr braucht es nicht, um den Kopf frei zu bekommen.
- Reflexionsritual: Am Ende des Tages kurz notieren: Was lief gut? Wofür bin ich dankbar? Das schafft innere Zufriedenheit und bewusste Achtsamkeit.
- Abschalten am Feierabend: Handy weglegen, bewusst den Arbeitstag beenden, vielleicht mit einem Spaziergang oder einem kurzen Ritual, das dir Energie gibt.
Diese kleinen Schritte wirken unglaublich – für deine innere Stärke, deine Klarheit und deine Fähigkeit, wirklich präsent zu sein.
Selbstfürsorge als Führungsinstrument
Wenn du deine Gedanken bewusst wahrnimmst und diese Mini-Rituale regelmäßig lebst, passiert etwas Magisches: Du wirst klarer, gelassener und präsenter. Dein Team spürt die Ruhe, die Sicherheit und die Struktur, die du ausstrahlst. Deine Führung wird automatisch wirksamer – nicht laut oder kontrollierend, sondern authentisch und kraftvoll.
Selbstfürsorge ist kein Luxus. Sie ist das Fundament deiner Wirkung als Führungskraft.
Widerstände erkennen – und elegant umgehen
Vielleicht denkst du jetzt: „Ich habe keine Zeit.“ Oder: „Ich darf mich nicht um mich kümmern.“
Genau hier liegt der Trick: Selbstfürsorge kostet keine Stunden, sie schenkt Energie. Kleine Routinen sind nachhaltiger als große Veränderungen – sie fügen sich unauffällig in den Alltag ein, wirken aber auf Dauer transformierend.
Wähle eine einzige kleine Selbstfürsorge-Aktion, die du diese Woche konsequent umsetzt. Beobachte, wie sie dich verändert, wie deine Präsenz im Team wirkt, wie deine Entscheidungen klarer werden. Schon nach wenigen Tagen wirst du spüren, dass diese kleine Handlung mehr bewirkt, als du denkst – und Schritt für Schritt entsteht daraus eine Gewohnheit, die deine Führungsqualität stärkt.
Fazit
Selbstfürsorge ist kein einmaliges Event. Sie ist ein bewusster, kontinuierlicher Prozess, der dich als Führungskraft stabil, klar und wirksam macht. Kleine Rituale, bewusst im Alltag eingesetzt, sind dein Schlüssel zu innerer Stärke und zu einem Team, das deine Klarheit und Sicherheit spürt.
📅 Im Seminar „Führung neu verstehen.“ vertiefen wir diese Praktiken und verbinden sie mit deinen Werten, Stärken und deiner Führungspersönlichkeit.
📍 24.–26. Oktober 2025, Schloss Beuggen, Rheinfelden
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